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Die Alpenrosentracht im Sarntal 2003
Bergfreunde, Blumenliebhaber und Imker kommen im Sarntal zwischen Ende Mai und Anfang Juli, wenn die Alpenrose (lat.Rhododendron) in prächtiger Blute ist, besonders auf Ihre Kosten. Es ist das „Rot“ der Alpenrosen, das großflächig äußerst landschaftswirksam die Welt des Sarntals prägt. Besonders am Übergang vom Wald zu den alpinen Rasen findet sich der Lebensraum der Alpenrose, bis in einer Höhe von 2100 Meter. Im Sarntal kommt hauptsächlich die rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) mit ihrer leuchtendroten Farbe vor. Beheimatet ist sie auf silikathaltigen, sauren Böden. Die Alpenrosen sind extrem frostempfindlich und brauchen im Winter eine dicke Schneedecke. Durch die kurze Vegetationszeit im Gebirge bildet die Alpenrose ihre Knospen bereits im Herbst für den kommenden Sommer. Die Alpenrosen sind geschützt, ein kleiner Handstrauß von 15 Stück darf jedoch gepflückt werden.

Bei Stämmen mit einem Durchmesser von 1-2 cm wurde ein Alter von nahezu 100 Jahren festgestellt. Die Alpenrose honigte im Jahr 2003 besonders gut. Zunahmen bis zu 10 kg täglich waren zuverzeichnen. Der durchschnittliche Honigertrag lag bei 40 kg pro Bienenvolk. Durch die extreme Wärme im Sommer 2003 betrug die Blütenzeit der Alpenrose nur 2 Wochen. Der Alpenrosenhonig hat ein sehr feines Aroma und hat eine glasklare Farbe. Er ist bei Honigkunden sehr beliebt. Leider gibt es nur alle 10 Jahre eine ergiebige Tracht, hautsächlich wegen der niedrigen Temperaturen im Gebirge und wegen Schneemangel im Winter.